Reisen mit Kindern

Reisen mit Kindern | Das ultimative Reiseziel für Familien im Winter: Malta und Gozo

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Malta, du kleine Perle im Mittelmeer. Dich kannte ich bisher nur im Kontext von Sprachreisen. Dass es hier traumhaft schöne Strände wie in der Karibik, eine sagenhafte Architektur, tolle Kulturangebote und die sagenhaftesten Kinderspielplätze und Familienparks gibt, das ist mir bisher entgangen. Aktuell sind wir noch auf der Insel, aber an meinem abschließenden Reisefazit wird sich nichts mehr ändern. Daher gibt es heute schon einen Beitrag zu Malta, Gozo und Comino.

Auf der Suche nach einem Ziel mit milden Temperaturen auch im Winter, das sich für unseren Start in das Abenteuer ‚Alleine Reisen mit Kind‘ eignet, bin ich irgendwann auf Malta gestoßen und die kleine Insel hat sofort mein Interesse geweckt, obgleich die Recherche ein wenig kompliziert war. Denn für Backpacking- und Reiseblogs scheint Malta als europäisches Ziel, nicht genügend Reiz zu haben. Hier bezahlt man bequem mit dem Euro, das Busnetz ist recht okay und Malta ist sehr sicher. Perfekt für uns und heute erzähle ich euch darüber.

Dieses Bild ist im Februar entstanden. Bei 24 Grad an der blauen Lagune. Malta wirbt mit 365 Kirchen und 360 Sonnentagen im Jahr – das sind mal zwei Argumente. Beide überprüfen wir seit einigen Wochen und wir haben vor noch etwas zu bleiben.

Unterkünfte gibt es in den gängigen Online-Portalen, wir haben schon zwischen Appartement und Hostel gewechselt, schöne Hotels gibt es hier aber definitiv auch! Wer eine rundum Versorgung mit Pool, Animation und Buffet zu den Mahlzeiten wünscht, der wird auch auf Malta fündig. Perfekt also nicht nur für Rucksackreisende wie uns, die alles auf eigene Faust erkunden möchten, sondern auch für Rundum-sorglos-Pauschalurlaube mit der ganzen Familie.

Malta bietet zahlreiche Attraktionen für Kinder. Indoor und draußen, je nach Wetter lässt sich also für jeden Tag etwas für die ganze Familie finden. So zum Beispiel das

Popeye Village in der bezaubernden Anchor Bay

Mit den Filmkulissen und vielen Aktionen für die Kids über den ganzen Tag verteilt. Wir haben hier einen ganzen Nachmittag verbracht. Die lebhaften Kulissen versetzen die Erwachsenen zurück in ihre Kindheit und die Kids können hier echte Seemänner und -frauen werden.

Im Eintritt ist eine Bootsfahrt in der Bucht inkludiert und im zugehörigen Spieleland kann sich auch ausgiebig ausgetobt werden. Wer noch nicht genug hat und Playmobil mag, der wird am anderen Ende der Insel, im Süden, fündig.

Playmobil FunPark

Hier kann ein ganzer Tag mit diversen Unternehmungen und Programm für die Kinder erlebt werden. Eine der Produktionsstätten der kultigen Spielfiguren befindet sich nämlich auf Malta.

Bei gutem Wetter lohnen sich auch Ausflüge mit dem Boot auf die Nachbarinseln Gozo und Comino. Das geht entweder von Sliema nahe der Hauptstadt Valletta aus oder man fährt mit dem Bus bis zur Nordspitze der Insel nach Cirkewwa und startet dort mit dem Speedboot.

Comino und Cominotto, Südsee-Feeling in Europa

Hier ist das Wasser kristallklar, es gibt in den kleinen von Steinen umgebenen Buchten am Sandstrand kaum Wellen und die Ruhe ist traumhaft. Genug Zeit zum Spielen im Sand und Kraft für ein paar Yogini-Übungen solltet ihr mitbringen.

Nochmal zur Erinnerung: die Bilder sind im Februar, also im Winter entstanden. Wir haben mehrfach den weiten Weg zu dieser tollen Bucht auf uns genommen. Handtücher und Sonnencreme nicht vergessen. Und vor allem die Verpflegung. Das einzige sich auf der Insel befindende Hotel hat nämlich im Winter geschlossen. Öffentliche Toiletten sind aber vorhanden.

Im Südosten von Malta finden sich malerische Fischerdörfer, die uns mit ihrem urigen Charme verzaubert haben. Hier haben wir unter anderem auch einen Teil unserer Zeit verbracht.

Marsaxlokk und Marsaskala, Malta im Südosten

Wer Fischmärkte, Wanderungen an Klippenstränden, typische maltesische Häuser und das Leben unter Einheimischen mag, der ist in Marsaskala genau richtig.

Valletta als Hauptstadt von Malta, aber auch das ehemalige Zentrum Mdina, die stille Stadt in der keine Autos fahren, haben uns verzaubert.

Valletta, Mdina, Mosta, Rabat, Sliema

Die Fahrt mit der nostalgischen Bimmelbahn in Rabat hat Mini besonders gut gefallen, von Sliema aus werden diverse Bootstouren und Fahrten mit der Fähre in und um Malta herum sowie durch die Häfen angeboten. Das Schiff fährt relativ ruhig, im Buggy oder im Tragetuch sind die Kinder hier gut aufgehoben und haben eine tolle Aussicht ganz oben vom Luftdeck aus.

Auf Malta befinden sich in jeder Stadt Kinderspielplätze in akkuratem Zustand. Umzäunt und mit weichen Böden ausgestattet, oft mit angrenzenden Cafés oder einer tollen Aussicht. In Valletta haben wir häufig zwischen der Waterfront mit Blick auf Sliema und neben der St. Paul’s Kathedrale gespielt.

Die Malteser sind so unheimlich kinderfreundlich. Wir haben nicht nur während den Busfahrten jedes Mal nette Gesprächspartner kennengelernt, mit denen ich mein Englisch trainieren konnte, sondern auch in den Restaurants, Cafés und Take-Aways, die wir besucht haben, sind wir stets freundlich begrüßt worden und auch wenn es oft keine Kinderstühle gab, wurde versucht, es für Mini so bequem wie möglich herzurichten.

In den kleinen Mini-Märkten haben wir alle Dinge des täglichen Bedarfs bekommen und hätten bei unserem Reisegepäck problemlos noch 1-2 Kilogramm einsparen können. An der Bushaltestelle ‚Park & Ride‘ in Marsa gibt es sogar einen LIDL Supermarkt, der recht gut zu erreichen ist.

Mellieha auf Malta, mit dem längsten Sandstrand der Insel

Malta ist an seinen Rändern geprägt von steinigen Klippen, tollen Fotokulissen und einer grandiosen Aussicht auf den Ozean.

Den längsten Sandstrand mit einigen Hotels in der Nähe gibt es im Nordwesten der Insel. Wer etwas körperliche Aktivität sucht, der kann sich ganz im Süden an der blauen Grotte abseilen. Malta hat ebenfalls zahlreiche Schnorchel- und Tauchspots zu bieten, mit grandiosen Unterwasserhöhlen.

Mir ist fast für einen kleinen Moment das Herz stehen geblieben, als das kleine Luzzu, mit dem wir auf dem offenen mehr unterwegs waren, auf die kleinen Höhlen in der

Blue Grotto

zugesteuert ist. Wir hatten zwar Schwimmwesten an, aber der Weg zum erreichbaren Ufer wäre schon noch ordentlich weit gewesen. Mini ist während der Fahrt eingeschlafen und ich hatte danach ein wenig mit Übelkeit zu kämpfen. Nach der Durchsicht der Fotos bin ich aber zu dem Schluss gekommen, dass die Fahrt absolut empfehlenswert ist.

Mein Fazit zu Malta als Reiseland und Urlaubsziel für Familien mit Kindern

Unsere Reise geht weiter und wir waren sicherlich nicht zum letzten Mal auf Malta. Wir bleiben auch erst mal noch ein wenig. Für Backpacking-Einsteiger, vor allem mit Kind alleine, ist die Insel bestens geeignet. Aber auch für Urlaube mit der ganzen Familie – egal ob All-Inclusive oder auf eigene Faust. Die Familienfreundlichkeit ist kaum zu übertreffen, mit weniger als drei Flugstunden von Deutschland aus ist Malta recht unkompliziert zu erreichen und auch das Bezahlen mit dem Euro macht es leicht. Das Klima ist das ganze Jahr über mild, wir hatten lediglich zwei Mal ein paar Stündchen Regen. Mein neuer Favorit in Europa zum Überwintern.

Alles Liebe, Isabel!

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