Achtsamkeit · Elternsein · Minimalismus

Zeitumstellung, mehr Zeit für Mama – zumindest im Herbst

Wenn ich es nicht vorhin nochmal im Radio gehört hätte, dann hätte ich mich morgen vermutlich gewundert, warum ich so früh schon wach bin, nach einer durchzechten Nacht mit Mini.

Stimmt. Da war was.

Die Zeitumstellung

Die Uhren werden eine Stunde zurück gestellt. Das bedeutet für mich konkret: mir wird eine Stunde geschenkt. Eine Stunde für mich, denn Mini weiß glücklicherweise noch nichts davon und wird sich auch durch die immer wieder kehrende Diskussion, ob uns das nun was bringt oder nicht, kaum beirren lassen. Und ich mache mir da auch keine Gedanken mehr drüber, schon lange nicht mehr. Denn auch das kostet mich Zeit.

Morgens, wenn ich es früh aus dem Bett schaffe, ist meine Zeit. Ein paar Minuten Stille, ein Weilchen Nichtstun. Morgen werde ich dafür vermutlich eine ganze Stunde Zeit haben. Mehr als sonst. Eine Stunde weniger Mama sein, dafür eine Stunde mehr Frau sein. Der Tausch klingt lukrativ. Während ich diesen Gedanken hege ertappe ich mich, wie ich von einem Bein aufs andere wippe, genau so, wie wenn ich meine Tochter auf dem Arm halte und trage. Ich muss schmunzeln. Es vergeht zwar so viel Zeit, aber alles ist wie immer und nichts wie sonst.

Keine Zeit

Wenn ich so drüber nachdenke, die Zeit rennt. Das sagt sich immer so leicht daher, aber es stimmt wirklich. Und ich habe sie nicht, also die Zeit. Wenn ich mich hier und da an Momente, schön und unschön, erinnere, habe ich stets das Gefühl, das sei erst gestern gewesen. Oder vor einer Woche. Und dann ist es doch schon mehrere Monate her.

Zeit als hohes Gut

Zeit ist nicht nur Geld, sondern auch etwas nicht Greifbares. Dafür umso kostbarer. Zeit kann ich mir nicht kaufen, aber ich kann sie mir nehmen. Für mich selbst, wenn ich sie brauche.

Achtsamkeit im Hier & Jetzt

Ich versuche mir bewusst zu machen, dass ich im Hier und Jetzt lebe. Die Vergangenheit, über die ich so oft grüble, gehört zwar zu meinem Leben dazu, sie sollte aber nicht zu viel Raum einnehmen und die gerade erlebten Augenblicke in den Schatten stellen. Die Zukunft ist wichtig, planen und organisieren gehört zu meinem Leben dazu, sie sollte aber nicht zu viel Raum einnehmen und die gerade erlebten Augenblicke verdrängen. Denn nur dann kann ich eine Brise Achtsamkeit in meinen Alltag lassen.

Mit kleinen Dingen beginnen

Um zu entschleunigen braucht es keinen Wellnessurlaub, auch wenn ich den jedem von uns gönne 😉 hier habe ich eine Handvoll Ideen für dich, wie du sofort und ohne wertvolle Zeit zu verlieren bewusster durch den Alltag schreitest und Zeit für dich gewinnst.

#1 Tu‘ was du tust, aber tue es bewusst

Das ist der erste Schritt zu mehr Achtsamkeit und Entschleunigung im Alltag. Auch die alltäglichen Dinge wie essen, trinken, das morgendliche Strecken im Bett kannst du intensiv erleben.

#2 Lass die Vergangenheit vergangen sein

Trage wertvolle Erinnerungen in dir, aber lasse sie nicht zum Gegenstand deiner Gedanken im Hier und Jetzt werden.

#3 Lass dich nicht durch die Zukunft abhalten

von der Gegenwart in der du lebst.

#4 Lass‘ es langsam angehen

Hetzte nicht durch den Tag. Mache deine Schritte bewusst und laufe nicht schneller als du musst. Der Zeitgewinn ist minimal, im Gegensatz zu der Zeit, die du so bewusster erlebst.

#5 Nimm dir Zeit genau hinzusehen

Vor allem in der Gegenwart. Nimm dir Zeit, Gerüche zu riechen, Dinge zu (er)fühlen, Gedanken zu ordnen und beobachte.

Morgen früh, nachdem mir mitten in der Nacht eine Stunde Zeit geschenkt wurde, mache ich mir das nochmal bewusst.

Alles Liebe, Isabel!

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