Elternsein

#thereallebenmitkindern | 20 Fakten: So ist das Leben mit Kindern wirklich

Frida vom Blog 2kindchaos ruft auf zur Blogparade #thereallebenmitkindern.

 

Oh ja, ich habe tatsächlich auch schon einige mehrere Male den Hashtag

#lebenmitkindern

 

verwendet und verwende ihn immer noch gerne um schöne Bilder von uns zu zeigen. Bilder von spannenden Wochenendausflügen, leckerem Familienessen, von perfekten Momenten. Erst heute morgen.

 

Aber mal ehrlich: der Ausschuss ist viel größer. Auf 200 Fotos, die ich in voller Aktion mit meinem Smartphone knipse, kommt vielleicht ein richtig schönes Bild. Warum? Weil es meistens einfach nicht ‚real life‘ ist. Bei uns zumindest nicht.

 

Ihr seht schon richtig: #lebenmitkindern ist Stress. Das bringt mich so richtig auf Touren.

 

Also, los geht’s. 20 Fakten bekomme ich sicher schnell runter geschrieben. Jedenfalls schneller als 20 schöne Fotos, die auf Instagram #lebenmitkindern-tauglich sind.

#1 Müll

 

einfach nur Müll. Sehr aktuell gerade bei uns. Wenn du deine wichtigen Sachen später nicht aus der großen schwarzen Tonne fischen möchtest, dann kontrolliere lieber von Zeit zu Zeit die kleinen Mülleimer im ganzen Haus. Bei uns stehen sie in sämtlichen Räumen. Auserkoren zur den persönlichen Schatzkisten meiner Tochter. Meine Schätze sind scheinbar auch ihre Schätze. Zumindest bewahrt sie sie immer so nett darin auf.

#2 SmartWasserphone

 

Macht alles nichts, schlimmer geht ja bekanntlich immer. Papas Smartphone konnten wir kürzlich aus dem Klo fischen. Dank Otterbox. Ja gut, sie hat gehalten. Aber warum nennen die die Dinger so? Da kann man dem Kind nicht mal einen Vorwurf machen. Otter und Wasser und so. Gehört zusammen. Das passiert einfach, wenn du nicht schnell genug bist.

#3 Keine Apps vor der Volljährigkeit

 

Die guten Vorsätze und so. Apropos Smartphone. Eigentlich wollen wir Kind und Handy so lange trennen wie es nur geht. Diese flache Flunder mit der misteriös leuchtenden Glasscheibe vorne drauf soll bloß nicht das Kind anstrahlen. Bisher waren wir davon überzeugt, dass das super klappt, komisch dass trotzdem kürzlich ein paar Apps verschwunden sind, von denen keiner weiß, wo sie abgeblieben sind. Und vor allem: welche es sind. Aber sie sind weg. Da wird mal wieder klar, wie wenig wichtig diese lapidaren Dinge eigentlich sind. Das Handy haben wir ewig gesucht. Und irgendwann unter dem Wohnzimmerteppich gefunden. Nun gut.

#4 Zelt vs. Einfamilienhaus

 

Ja ja, die Tücken der Technik. Wir sind sowieso auf alles vorbereitet. Dumm nur, wenn das Kind so schlau ist, dass es alle Sicherungsmaßnahmen im Haus durchschaut hat und die Treppen- und Türgitter alleine öffnen kann. Und die Sicherungen der Küchenschränke gleich mit. Da machste nichts, außer vielleicht im Garten im Zelt wohnen. Da gibt es keine Treppen, Türen und Schränke. Allerdings den Gartenteich, in dem der Otter mit seiner Box dann vermutlich als nächstes schwimmt.

#5 Teamwork

 

Mit Tieren hat sie es ja allgemein sehr, das Tochterkind. Und das freut mich wirklich wirklich sehr. Dass im Wildpark die Rehe und Ziegen mit Trockenfutterpellets gefüttert werden ist ja kein Problem. Aber dass sie als Samariter-Mädchen so gern auf ihr eigenes Essen verzichtet um unsere Hunde zu mästen, die ihrer Ansicht nach halb am verhungern sind, führt nun dazu, dass die armen Viecher während der Mahlzeiten im Garten ausharren müssen und wehleidig die Scheiben von außen mit ihren Schmiernasen verschönern.

#6 Ausblick? Welcher Ausblick?

 

Auch so ein Zusammenschluss von Kind und Tier: Das Kind übernimmt das Schmieren von innen. Arbeitsteilung eben.

#7 Ultimativer Insta-Tipp

 

Wenn du auch mal den Hashtag #lebenmitkindern verwenden willst hier der ultimative Tipp: räume alles was es zu räumen gibt aus dem maximal 2 Quadratmeter großen Fotobereich weg. Dann sieht es so aus, als ob alles tucki wäre. Aufgeräumt, sauber, harmonisch. Glatt eben. So wie #lebenmitkindern wohl eher nicht ist. Alternativ: wenn das Kind gerne im Auto fährt, finde den nächsten Ikea und setze es dort in eins der dekorativ gestalteten Wohnzimmer. Kommt immer gut. Habe ich auch schon öfters auf Fotos gesehen. So lange keiner den anderen verpetzt ist das doch total okay.

#8 Es geht doch nichts über Struktur

 

wenn wir schon beim Thema Unordnung sind. Ich bin ein Fan von ausgeschmückt und schöngeföhnt seit das Tochterkind da ist. Wir nennen das auch geordnetes Chaos. Wäre ja sonst noch schöner. Dass ich mit der Arbeitsintensität (und dem gleichen Zeitansatz), mit der (und dem) ich unser Häuschen täglich mehrfach aufräume, vermutlich mindestens fünf kinderfreie Häuser auf Hochglanz polieren könnte, sage ich mal lieber nicht zu laut.

#9 Und das Auto

 

Den Einwand hat eben noch der Papa geliefert, als ich ihm von meinem neuen Text erzählt habe. Ja. Ich gebe es zu. Es nutzt alles nichts. Wie die Brötchenkrümel auf meinen Sitz. Den Fahrersitz. Kommen können. Keine Ahnung. Ich weiß. Es wirklich nicht. Wirklich. Wirklich. Wirklich. Okay, ich kaufe zwar ständig zur Besänftigung Brötchen, damit wir überhaupt mal ein paar Meter voran kommen, aber der Rest ist mir wirklich unklar.

#10 Nacht und Nebel bei bestem Wetter

 

Autos sind sowieso mit Vorsicht zu genießen. Der Wunsch nach kurzem durchatmen und ein wenig frischer Luft bei offenem Fenster führte erst kürzlich dazu, dass wir bei voller Fahrt den Kuschel-Löwen verloren und ihn in einer Nacht-und-Nebel-wende-Umkehr-Aktion am helligsten Tage und bei strahlendem Sonnenschein von der Landstraße gerettet haben. Aber macht ja nichts. Zeit und Umwege sind ja bekanntlich kein Problem mehr. Zumindest nicht seit wir Eltern sind.

#11 Sche***

 

auf Löwen und sonstige Schnuffeltücher. Wenn dein windelfreies Kind dir unterwegs irgendwie durch Hieroglyphenzeichensprache zu verstehen gibt, dass es mal muss und zu allem Übel im Maxitaxi keine Windel an hat, dann ist höchste Alarmstufe. Aber macht alles nichts, wir sind ja unter uns. Und nicht in unserem ersten

#12 Familienurlaub

 

im super Klubhotel an den ich noch mit gemischten Gefühlen zurückdenke. Von den Blicken auf ein Kind in seinem Ganzkörper-Sonnenoverall, unter dem sich nach einem ausgiebigen Geplansche im Pool der blanke Popo (ohne Windel) abzeichnet will ich mal gar nicht sprechen. Das gern besuchte Töpfchen neben der Sonnenliege konnte auch keinen Frieden schaffen. Für uns schon, wohl gemerkt. Kommen wir mal lieber direkt zum abendlichen

#13 Dinner

 

for three. Papa, Mama, Tochter. Und der Hochstuhl. Der Obergraus für alle übrigen kopfschüttelnden frustrierten Urlaubsomis. Ja, das Kind wirft mit essen. Ja, es hat Spaß dabei. Ja, es landet viel auf dem Boden. Und nein, hier, wo nicht ordentlich geputzt ist, esse ich die Reste nicht vom Boden. Wir sind ja nun mal nicht zu Hause. Und die Hunde, die gierigen Alles-Schlucker, sind leider auch nicht da. Verschwendung pur. Ich weiß. Nutzt aber nun mal nichts. Ein Glück, dass wir uns nach zwei Wochen vom Urlaub wieder erholen können – zu Hause.

#14 Style

 

Haare, Makeup, schicke Klamotten. So habe ich mir das Leben mit einem Baby vorgestellt. Ich mache Schönheit, während sie den passenden Schlaf dazu in ihrem Kinderwagen hält. Pustekuchen. Sie hält zwar etwas, aber das ist nicht der Schlaf, sondern den Stoff von unserem Tragetuch. Und zwar gerne und dazu noch rund um die Uhr. Außer verknitterte Blusen, die jetzt im Schrank vor sich hin knittern habe ich nichts vorzuweisen.

#15 Der frühe Vogel

 

Kann mich immer seltener mal. Ehrlich. Jedenfalls piept es regelmäßig vom Teppich am Fußende und das Tochterkind zwitschert, dass der Tag bereits begonnen hat. Eine Uhr haben wir im Schlafzimmer gar nicht mehr erst. Die genaue Zeit interessiert mich auch irgendwie nicht. Früh bleibt früh. Das merke ich auch anhand meiner gefühlten Müdigkeit.

#16 Das stille Örtchen

 

Der einzige Ort an dem du dir mal Ruhe verschaffen kannst ist auf dem Klo. Nur dieser Antrag geht durch den Familienrat, wenn du nach Zeit für dich ganz alleine fragst, sonst keiner. Aber natürlich nicht ohne ein kratzendes Kind vor der Klotür und einen daneben stehenden Papa, der das Kind minutenlang versucht zu überreden doch wieder mit ins Wohnzimmer zu kommen. Wenigstens waren das zwei Minuten in denen du neue Pläne schmieden kannst, wo du mal ein paar Minuten verschnaufen kannst. Stop, es müssen dieses Mal mehr als zwei Minuten gewesen sein, sonst hätte ich diese 16 Fakten vermutlich nicht zusammenschreiben können.

 

Ja, es sollten eigentlich 20 Fakten sein. Ich hoffe das geht trotzdem durch. Mein Typ wird verlangt. Manchmal ist das so. Eigentlich Fakt #17: Dinge, die du anfängst, schaffst du oft nicht zu Ende. Manchmal gibt es einfach wichtigere Sachen. Zum Beispiel das Tochterkind vor der Klotür.

 

Und wisst ihr was das Gute daran ist? Es ist schön. DAS ALLES ist für mich das echte #lebenmitkindern.

 

Guter Vorsatz: mal mehr von den tatsächlichen Gegebenheiten posten. Und nicht immer nur Blümchen, rosa und glatt gestrichen.

 

Danke Frida! Das schafft nochmal Bewusstsein für das wirkliche Eltern-sein.

 

In diesem Sinne wie immer:

 

Alles Liebe, Isabel!

 

Klickt euch mal zu 2kindchaos rüber, dort findet ihr weitere Beiträge zur Blogparade #thereallebenmitkindern

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Ein Kommentar zu „#thereallebenmitkindern | 20 Fakten: So ist das Leben mit Kindern wirklich

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