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TRAVEL | Fuerteventura mit Kleinkind und Mietwagen

Die Kanaren als Urlaubsziel haben wir uns wegen der nicht allzu langen Anreise von etwas mehr als vier Stunden Flugzeit und der Wettergarantie mit subtropischem Klima ausgesucht. Die sieben im Atlantik liegenden Inseln gehören geografisch zu Afrika und politisch zu Spanien.

Wir haben uns mit Kleinkind gegen Busfahrten und für einen flexiblen Mietwagen entschieden, mit dem wir unsere Ausflüge und Etappen so planen können, dass auch Mini maximale Freude im Urlaub hat und wir Erwachsenen ein wenig die Insel erkunden können. Bloßer Strandurlaub hat uns noch nie gelegen. Unser Hotel liegt in Costa Calma, von hieraus starten wir unsere Tagesausflüge.

Ich hoffe, wir können euch an unserer Reise teilhaben lassen, hier findet ihr unsere Touren geografisch sortiert.

Im Zentrum der Insel…

…finden sich die Städte Antigua und Betancuria sowie Vega de Rios Palmas. In vier bis fünf Stunden könnt ihr auf einer Route allen drei Städten einen kurzen Besuch abstatten. Kindgerecht sind für genügend Pausen Lokalitäten zu finden.

Antigua

Von Costa Calma aus geht es über die FV-2 und die FV-50 nach Antigua. Nach ca. 45 Minuten erreicht ihr die historische Windmühle, das Käsemuseum und den botanischen Garten. Auch das Rathaus befindet sich nur unweit entfernt und ist einen Blick wert.

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Von Antigua aus geht es für uns weiter Richtung Betancuria, mit einem kurzem Zwischenstopp am eher ungemütlichen und sonntags sowie montags geschlossenen Panoramacafé auf dem Bergpass zwischen den beiden Ortschaften. Wir sind nicht die einzigen mit dieser Reiseroute, was vermutlich an der Ferienzeit liegt, alle Parkplätze und -buchten sind stets belegt und es bildet sich teils sogar etwas Rückstau. Anstellen lohnt sich allerdings. Der Ausblick ist toll.

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Wenn die Schranke geschlossen ist, führt rechtsseitig ein steiniger Trampelpfad zum Aussichtspunkt Mirador Corrales de Guize. Alternativ befindet sich um die nächste Kurve noch eine weitere Parkmöglichkeit, sodass ihr auch ein Stück weiter fahren könnt.

Am Ortsausgang von Antigua ist die Strecke ausgeschildert und ihr könnt das Café hoch oben auf dem Berg bereits sehen. Von dort aus geht es für uns weiter nach Betancuria.

Betancuria

Das urige Dorf mit seinen kleinen Straßen und Gassen und der Iglesia Santa Maria bietet zahlreiche kleine Lokale. Für den Eintritt in die Kirche wird eine Gebühr verlangt.

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Das Restaurant Princess Arminda, das etwas versteckt liegt und leider leicht übersehen werden kann, bietet sich hervorragend für einen Besuch mit Kindern an. Im überdachten Innenhof abseits der Straße können die Kids im Schatten gefahrlos spielen, während ihr auf das Essen wartet.

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In der Cafeteria Santa Maria gibt es im Schatten unter Palmen und einem haushoch gewachsenen Olivenbaum leckere Tapas und eine sehr freundliche Bedienung.

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Parken könnt ihr am besten in den Buchten direkt am Ortseingang. Wenn ihr danach wieder in Richtung Süden müsst oder Zeit und Laune für einen Umweg habt, empfehle ich euch, die FV-20 zu nehmen und noch einen Abstecher nach

Vega de Rios Palmas

zu machen und einen Blick in die Santuario Virgen de la Peña zu werfen und in der kleinen Kapelle eine Kerze anzuzünden.

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Mit ausreichendem Sonnenschutz und festem Schuhwerk lohnt eine Wanderung durch die Barranco de las Peñitas. Durch die zahlreichen Niederschläge und den somit fruchtbaren Boden ist die Landschaft hier nicht ganz so karg wie andererorts auf Fuerteventura.

Belohnt werdet ihr auf dieser Strecke zurück Richtung Süden auch mit einer atemberaubenden Aussicht im Gebirge und ein wenig Nervenkitzel bei Gegenverkehr.

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Den Norden der Insel…

…haben wir uns aufgrund der etwas weiteren Anfahrt, von Costa Calma aus sind es etwa 1,5 Stunden, in drei Etappen an verschiedenen Tagen aufgeteilt. Die Stadt Corralejo mit ihrem Naturpark sowie die vorgelagerte kleine Insel Lobos haben wir auf dem Plan. Später folgen noch ein Abstecher nach El Cotillo und La Oliva.

Corralejo

Aus südlicher Richtung kommend, entlang der FV-1, sind die Sanddünen kaum zu übersehen (Corralejo ist weiter auf der FV-2 ausgeschildert), auch wenn die dort ansässigen RIU Hotels die traumhafte Kulisse ein wenig stören, fühlt man sich nach ein paar Metern fast wie in der Wüste.

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Wer morgens zu spät aufsteht, ist hier allerdings nicht allein. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich ein Sandfoto ohne weitere Dünen-Paparazzi knipsen konnte. Für einen ausgiebigen Spaziergang braucht ihr für die Kids hohen Sonnenschutz und eine Brille hilft gegen den Sand in den Augen, wir waren um die Mittagszeit dort und haben daher darauf verzichtet und sind weiter ins Städtchen gefahren.

Wenige Minuten weiter liegt bereits der Ortseingang von Corralejo. Wir haben in der Nähe der kleinen Shopping-Meile El Campanario geparkt, sie ist mit ihrem Glockenturm aus südlicher Richtung kommend, nicht zu übersehen und die Geschäfte und Cafés profitieren vom Schatten der umliegenden Gebäude. Nach wenigen Stockwerken könnt ihr von der Terrasse des Turms aus die Geschäfte und die Verkaufsstände von oben betrachten.

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Noch ein paar Treppen weiter oben wartet der Blick auf das nur etwa 10 Kilometer entfernt liegende Lanzarote und die kleine Insel Lobos sowie über Corralejo selbst.

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Nach einer kleinen Pause geht es zu Fuß weiter zum Strand in Richtung Hafen. Von hier aus könnt ihr mit der Fähre mehrmals täglich nach Lobos übergesetzen. Informationen zur Fahrt und weiteren Ausflugsmöglichkeiten findet ihr auf der deutschen Seite bei Naviera Nortur. Wir möchten morgen recht früh los, daher suchen wir heute schon mal den Kai und fragen uns durch, wo wir die Tickets kaufen können. Das ist zwar auch online möglich, wir möchten allerdings flexibel bleiben und spontan losfahren. Wie auch die anderen Häfen auf Fuerteventura ist auch in Corralejo alles überschaubar, am Kassenhäuschen könnt ihr kaum vorbei laufen.
Auf dem Rückweg schauen wir noch kurz in der Waikiki Beachbar vorbei

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und genießen auch hier nochmal den Ausblick auf die umliegenden Inseln und ruhen uns kurz am Strand aus.

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In Corralejo ist einiges los, sowohl am Strand als auch in der City. Es lohnt sich auch, die Strand- und Shoppingpassagen zu verlassen, ein paar Straßen und Gassen weiter zu laufen und sich dort die kleinen Häuser und Gärten anzusehen.

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Isla de Lobos

Nach 15 Minuten Fahrt erreichen wir am nächsten Tag Lobos. Auf dem kürzesten Weg geht es zum einzigen Restaurant der unbewohnten Insel. Essen gibt es beim Kellner nur auf Vorbestellung. Heute: Paella oder Paella. In der Nähe der Anlegestelle findet ihr dieses Gebäude, hier sind für eine kurze Verschnaufpause Tische und Bänke aufgestellt, es gibt eine kleine Ausstellung sowie einen Automaten für kalte Getränke.

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Es kann am Wochenende liegen, hier herrscht großer Andrang. Vom Gefühl in einem Naturschutzgebiet zu sein, bleibt nicht viel übrig. Das Wasser und die durch die Felsen entstandenen natürlichen Schwimmbecken sind toll, aber aufgrund von Überfüllung nicht wirklich zu genießen. In knapp zwei Stunden kann die Insel entlang eines Rundweges bewandert werden, beim Kauf der Tickets für die Fähre erhalten wir dazu eine kleine Karte. Feste Schuhe und höchster Sonnenschutzfaktor sind zu empfehlen. Ebenfalls genügend Proviant, denn Getränke bekommt ihr hier im Restaurant außerhalb der vom Personal festgelegten Essenszeiten nicht, der Automat im Unterkunftsgebäude war nur spärlich befüllt. Ein Ausflug, der sich sicher lohnt, aber nicht zur Hauptreisezeit im Juli und nicht am Wochenende. Wir sind letztendlich etwas früher zurück nach Hause als geplant, der Ausflug hat einfach nicht unsere Erwartungen erfüllt. Auf unserem Heimflug habe ich daher noch bei untergehender Sonne ein schnelles Foto aus dem Flugzeug geknipst:

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Im Osten…

Caleta del Fuste

Oder auch El Castillo genannt, hat einen beschaulicher Yachthafen mit umso mehr Entertainment und Animation des platzeinnehmenden Hotels Barcelo, welches um die denkmalgeschützte Burg aus dem 18. Jahrhundert angelegt ist. Links im Hintergrund seht ihr die Wasserhüpfburgen. Wer es laut und mit viel Krach mag, der ist hier genau richtig. Wir verlassen nach einem kurzen Blick auf die Burg wieder die Hotelanlage.

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Direkt am Hafen liegt die Sportsbar „Noray“ mit tollem Ausblick auf das Hafenbecken.

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Leckeres Essen zu erschwinglichen Preisen in Toplage mit super Kinderstühlen, die zur Abwechslung mal nicht kippgefährdet sind, und freundlichem Personal. Wer es neu, modern und gepflegt mag, der ist in dieser stylischen Umgebung bestens aufgehoben.

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Von Caleta de Fuste aus könnt ihr auf dem gut ausgebauten Fahrrad- und Wanderweg Sendero de La Guirra entlang der Küste ca. 2 km bis zu den Salinas del Carmen spazieren und wahlweise dort den Eintritt für das zugehörige Museum bezahlen, oder von oberhalb außen den Blick über die Salzbecken genießen.

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Im Süd-Osten…

…süd-östlich auf der Insel befinden sich die wunderschönen Strände

Costa Calma, Playa Esmeralda, Playa Pájara, Playa de Sotavento

Hier ist für zwei Wochen auch unsere Basis. In Höhe des Labranda Golden Beach Hotel an der Costa Calma findet ihr zahlreiche Parkmöglichkeiten entlang der Straße sowie einen kleinen Supermarkt mit Dingen für den täglichen Bedarf, allerdings zur erhöhten Touristenpreisen.

Der Weg zum Strand ist ausgeschildert und führt zwischen den Hotel- und Wohnanlagen hindurch.

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Weiter Richtung Süden könnt ihr morgens mit dem Sonnenaufgang im Rücken an den Klippen vorbei bis zum Playa Esmeralda spazieren. Noch ein Stück weiter findet ihr dieses schöne Örtchen. Mit ein wenig Glück seid ihr an diesem Tag die ersten Strandbesucher und könnt euer Lager im Schatten der kleinen Höhle in den Klippen linksseitig der Strandbar aufschlagen.

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Die Strandbar Palmita mit ihrem felsigen Strandabschnitt ist über einen Schotterweg auch mit dem Auto zu erreichen.

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Jetzt wird es windig, noch weiter gen Süden, am Playa de Sotavento, erreicht ihr das Kitesurfer-Paradis und die von Palmen umgebene Strandbar von René Egli. Aktuell ist dort durch den stattfindenden Kitesurfer-Worldcup einiges geboten. Eine Sonnenbrille hilft gegen den umher fliegenden Sand und ein Haartuch oder -gummi bei langen Haaren bietet sich an, offene Haare sind eher nicht zu empfehlen. Für die Kids ist lange Kleidung, Sonnencreme und hoher UV-Schutz Pflicht, die Sonne brennt hier bereits am frühen Morgen. Haltet eure Handys beim fotografieren gut fest, ich habe die große Kamera lieber im Auto gelassen.

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Wenn ihr nicht zurück laufen möchtet, dann könnt ihr vom Hotel Melia Gorriones aus mit der Buslinie 5 zurück in Richtung Costa Calma fahren. Ansonsten findet ihr in der Nähe der meisten Strände kostenlose Parkbuchten.

Mit dem Auto vom Playa de Pajara aus kommend habt ihr eine tolle Sicht auf die Barranco de la Barca.

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Im Süden…

…liegt einer unserer Lieblingsorte auf Fuerteventura.

Morro Jable

Ganz unten im Südzipfel, auf der Halbinsel Jandia, liegt Morro Jable. Kaum Steine und breiter Sandstrand mit einer schönen Promenade und „Heidi’s Strandbar“ erwarten euch hier, wenn ihr an der Ostküste entlang über die FV-2 kommt.

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Orientieren könnt ihr euch an dem großen Leuchtturm, in dessen Nähe ihr auch das Walskelett und gegenüber die Einkaufsstraße findet. Etwas außerhalb und oberhalb des Zentrums, ein gutes Stück an der Strandpromenade vorbei und hinter dem Hafen, liegt ein ruhiger Klippenstrand mit toller Kulisse und wenig Andrang. Fußläufig sind schattige Strandabschnitte im Schutz der Felsen zu erreichen. Bis auf eine überschaubare Anzahl Camper haben wir dort niemanden angetroffen.

Der Strandabschnitt weiter südlich, unterhalb der Kirche, läd zum Schnorcheln und Baden ein, die Klippen spenden Schatten und Gastronomie, die keine Wünsche offen lässt, ist fußläufig zu erreichen.

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Hier gibt es zahlreiche kleine Shops und Souvenirläden. Der kinderfreundliche Kellner im „La Laja“ stellt uns einen Ikea-Hochstuhl zur Verfügung, wir stärken uns hier nicht zum letzten Mal mit einem kleinen Mittagessen, auch Mini genießt die Aussicht auf die Katamarane. Sehr lecker, moderate Preise und noch näher am Wasser könnt ihr nicht speisen.

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Im Süd-Westen…

Dann geht es für uns auf nach

Cofete

über eine steinige Offroad-Piste, die unser Miet-Polo so gerade noch schafft, werden wir mit einem tollen Ausblick über die Klippen der Westküste von Fuerteventura und auf die hohen Wellen mit ihrer Brandung belohnt. Mehr als 40 km/h sind nicht drin und so erreichen wir nach knapp einer Stunde das beschauliche Cofete. Ein paar Häuser und ein Restaurant sowie Parkmöglichkeiten am Strand. Mehr nicht.

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Auf dem Weg dorthin geraten wir noch in eine von zornigen Ziegen errichtete Straßensperre.

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Den Weg kaufen wir uns mit Minis Hirsekringeln frei. Ein paar Kratzer in der Seitentür später und nach der Begegnung mit zwei Eseln, die den Weg ohne Streicheleinheiten nicht freimachen wollten

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erreichen wir ein gutes Stück weiter die

Villa Winter

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Dort endet auch der Weg. Lasst euch nicht beirren, wenn auf eurer Karte eine „andere schöne Straße/Strecke“ verzeichnet ist. Wir wollten von Cofete aus eigentlich quer durchs Landesinnere zurückfahren, für die dort beschilderten Straßen hätten wir allerdings mindestens einen Geländewagen gebraucht, ein normaler Pkw reicht nicht aus. Wir drehen daher um und fahren den gleichen Weg zurück nach Costa Calma. In der Dunkelheit wäre uns die Strecke zu gefährlich gewesen, vor allem, da man dann den meisten Teil an der Klippenseite fährt und die Schlaglöcher nur schlecht erkennen kann. Plant daher genügend Zeit ein, um noch im Hellen wieder auf der asphaltierten Straße einzutreffen.

Im Westen

La Pared

Unser Fundstück zum Ende unserer Reise: das Restaurant Bahia La Pared außerhalb der Stadt an den Klippen der Westküste. Gäste dürfen hier die beiden Pools und die Duschen kostenlos nutzen. Die gesamte Anlage ist modern und sauber, als wir morgens hier ankommen ist das Personal mit der Reinigung und Instandsetzung beschäftigt. Alles ist sehr gepflegt und auf jeden Fall einen Ausflug wert. Im Kinderschwimmbecken sind kleine Rutschen und ein Klettergerüst, in den großen Pool führt eine lange Wasserrutsche.

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Mangels Sonne, dafür mit viel Wind und Sahara-Sand in der Luft können wir hier mit Mini lange die Umgebung erkunden, an den Felsen spazieren und vom Meerwasser durchspülte Steinhöhlen entdecken. Vom schwimmen im Meer ist hier allerdings abzuraten. Es herrscht starke Strömung, die Wellen sind teils mehrere Meter hoch. Die Felsen unten am Wasser sind aufgrund der Algen sehr glatt. Weiter oben treffen wir wieder auf die hungrigen Hörnchen, die uns auf der Insel schon das ein oder andere Mal begegnet sind. Mit ein wenig Geduld und Ruhe kommen sie bis auf ein paar Zentimeter nah an euch heran.

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Der schwarze, etwas steinige Sand sieht toll aus, hier sehen wir auch die einzigen Muscheln während des gesamten Urlaubs!

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Wir begegnen kaum anderen Touristen, was vermutlich am Wetter liegt, wie wir ein paar Tage später merken, als wir nochmals für ein Mittagessen hierher zurückkehren. Das Restaurant und der gesamte Felsen- und Strandbereich ist zu einer Touristenhochburg mit Freibadcharakter mutiert. Ein Glück, dass wir bereits früh morgens und bei „schlechtem“ Wetter unsere Zeit hier genossen haben. Wie an vielen schönen Orten gilt: der frühe Vogel…

Im Nord-Westen

El Cotillo

Hier trefft ihr auf sehr gepflegte Straßen und Gassen, einen felsigen Hafen sowie den Leuchtturm „Faro de Tóston“. Der weiteste Ausflug für uns, aber das Fischerdorf war jeden gefahrenen Kilometer wert, auch wenn wir es nur aus dem Auto heraus besichtigen konnten. Mini ist leider kurz vor der Ankunft eingeschlafen, sodass wir Rücksicht auf sie nehmen und nicht zu Fuß durch die Stadt spazieren.

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In El Cotillo befindet sich in Hafennähe der baugleiche Turm aus dem 18. Jahrhundert, den wir schon in Caleta de Fuste entdeckt haben. Auf dem Rückweg sind wir nicht über Corralejo, sondern durch El Roque und La Oliva gefahren. Hätte Mini nicht weiterhin geschlafen, hätten wir hier sicher auch nochmal gehalten, so bleibt es dieses mal leider nur bei einer Besichtigung aus dem Auto heraus.

Fazit

Nach einer tollen Zeit und vielen Eindrücken sind wir wieder zu Hause. Ein Urlaub, wie er mit Kleinkind nicht besser hätte sein können. Das Hotel im Alles-inklusive-Stil hätten wir uns allerdings sparen können. Die meisten Mahlzeiten haben wir nicht genutzt, sondern haben außerhalb gegessen. Mini ist zwar morgens, bevor es los ging und nachmittags nach der Rückkehr gerne ein paar Minuten im Pool gewesen, aber auch nur, weil er eben vorhanden war. Ein entspanntes Erholen und Sonnen auf den Liegen war für uns mit unserem Energiebündel eher nicht möglich und die anderen Feriengäste (meist die mit Kindern und nicht die ohne) haben mir ordentlich Stress und innerliche Arbeit beschert. In einem Appartement oder einer kleinen Finca wären wir vermutlich besser aufgehoben gewesen.

Alternativ käme sicher noch eine Rundreise im Camper infrage.

Fuerteventura ist im Großen und Ganzen für eine Familienreise sehr zu empfehlen. Hier gibt es Sparmärkte und No-Name-Geschäfte in den diversen kleinen Shopping-Centern, in denen ihr (zu leicht bis sehr überteuerten Preisen) alles für den täglichen Bedarf erhaltet. Auch Markenwindeln wie Pampers oder Babynahrung im Glas. Wenn ihr auf Gläschen angewiesen seid, könnt ihr euch zum Beispiel bei Hipp vorab schon informieren, welche Sorten es im Reiseland gibt. Ihr erhaltet dort auch eine Liste mit der entsprechenden Übersetzung, damit ihr nicht alle Wörter auf dem Glasetikett im Supermarkt googlen müsst. Ich habe hier mehrfach knapp den dreifachen Preis im Supermarkt gesehen, sodass wir dabei geblieben sind, dass Mini ausgewählte Speisen auch im Urlaub wie immer am Familientisch mitessen kann. Wir haben überall kostenlose Parkmöglichkeiten in den Städten und auch nah an den Stränden gefunden, kaum Mückenstiche zu verzeichnen und die Kinderfreundlichkeit der Einheimischen ist fast nicht zu übertreffen. Eine Straßenkarte reicht aus, Navigation brauchten wird nicht. Wir haben lediglich eine Straße befahren, auf der statt der sonst üblichen 90 km/h Höchstgeschwindigkeit hundertzehn Kilometer pro Stunde erlaubt waren. Raser und Drängler sind uns nicht begegnet, sodass wir uns auch im Straßenverkehr sehr sicher gefühlt haben.

Habt ihr noch Fragen zu Fuerteventura? Gefällt euch mein Artikel? Dann hinterlasst mir gerne einen Kommentar oder teilt den Blogbeitrag.

Alles Liebe, Isabel!

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