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TRAVEL|Mama-Tochter-Tage in Kamperland, Bericht von unserem Kurzurlaub

Wir haben uns ein paar Tage Auszeit gegönnt. Die Wetterprognose war passend. Entschieden haben wir uns für einen Roompot Ferienpark in den Niederlanden.

Und hier ist unser Bericht. Mein Fazit schon vorab: wir kommen sicher noch einmal wieder. Zu zweit oder mit der ganzen Familie!

Kriterium für die Auswahl des Urlaubsziels war eine möglichst kurze Anreise. Kamperland, an der Oosterschelde liegend und zur Provinz Seeland gehörend, ist für uns in weniger als drei Autostunden zu erreichen, die ich über die Mittagszeit eingeplant habe. Es liegt direkt am Meer und ist touristisch nicht überlaufen. Seeland ist uns mehr als bekannt. Hier, nur bisher noch nicht in Kamperland, sind wir das gesamte Jahr über öfter zu finden. Wir lieben kurze Auszeiten und das Meer.

Da mir kurze Wege zum Strand und ein gewisses „Freiheitsgefühl“ ohne Hotelcharakter wichtig sind, habe ich ein Haus am Strand ausgesucht. Genau, nicht Strandnähe, sondern am Strand und vor allem fernab von den zum Ferienpark gehörenden Bungalowanlagen, Chalets und dem Campingplatz. Möglichst weit weg vom Trubel. Ohne vorher an eine Rezeption zu müssen und dort nach einer anstrengenden Autofahrt mit dem Mini-Baby in einer langen Warteschlange auszuharren, konnten wir unser Strandhaus mit dem zuvor per e-Mail übermittelten Pin-Code betreten. Unser Gepäck wurde uns per Service zum Haus gefahren und auch am Abreisetag wieder zum Auto gebracht. Kostenlose Parkmöglichkeiten stehen in der Nähe des Gepäckservice am Yacht-Hafen zur Verfügung. Wir haben den Early-Check-in gebucht, leider hat uns niemand verraten, dass das Gepäck trotzdem nicht vor dem frühen Nachmittag, zur regulären Ankunftszeit, zum Strandhaus gebracht wird. Eine kurze Vorabinformation wäre da wirklich gut gewesen, dann hätte ich uns eine entsprechende Lunch-Box gepackt und das Gepäck anders verteilt. Als Alternative hat uns dann das kleine Kiosk am Strand ausgeholfen. Die Auswahl an Eis, kleinen Snacks, sowie kalten Getränken war für uns ausreichend vorhanden. Und bekanntlich beginnt ja jeder Urlaub bei Sonnenschein mit einem leckeren Eis.

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Weil wir es uns besonders gut gehen lassen wollten, haben wir ein Rundum-sorglos-Paket gebucht. Das Bett war bereits bezogen, der Küchenbedarf stand bereit. Sogar einen Ikea-Kinderstuhl konnten wir vorab ins Haus bestellen. Den haben wir zu Hause auch, sieht also alles nach gewohnter und komfortabler Umgebung für die Mini-Maus aus. Nur mit dem Unterschied, dass sie ihr Frühstück ab jetzt für fünf Tage mit Blick aufs Meer genießen kann. Unseren mitgebrachten Kinderwagen hätten wir nicht gebraucht, zu jedem Strandhaus gehört ein Bollerwagen, mit dem die Kinder samt den nötigen Strandutensilien oder die Einkäufe vom Supermarkt transportiert werden können. Beim nächsten mal können wir uns das Tetris-Spiel im Kofferraum vor der Abfahrt also sparen.

Hier seht ihr unsere Residenz. Nicht nur in der Südsee gibt es Häuser auf Stelzen, sondern auch im benachbarten Ausland, obgleich mir schon ein wenig mulmig war. Hier am Strand herrschen zwar nur bedingt Ebbe und Flut, bei Letzterer kam das Wasser allerdings schon ziemlich nah an unser Haus heran. Die Strandhäuser sind je nach Buchung für 4-6 Personen ausgelegt, jedes Schlafzimmer verfügt über eine eigene Dusche und ein eigenes Waschbecken, die restlichen Sanitäranlagen werden geteilt. Bestens geeignet für einen Kurztrip, auch mit zwei oder mehr Familien. Ein wenig Privatsphäre gibt es also trotz engem Raum. Die Ausstattung ist schlicht, aber modern und auf dem neusten Stand. Uns haben zwar Toaster und Backofen gefehlt, die Spülmaschine hat es aber wieder ausgeglichen.

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Bei freier Sicht ist ein Blick auf die Brücke nach Renesse möglich. Wir haben bereits morgens die Aussicht aufs Wasser genossen. Bei starker Sonne waren wir entweder auf der baby-/kindgerecht umzäunten Hochterrasse geschützt oder haben Muscheln im Schatten unter unserem Strandhaus gesammelt. Das Geländer ist ausreichend hoch, die zum Spielen und Krabbeln einladende Holzterrasse nimmt tagsüber die Wärme der Sonne an. Der durchsichtige Windschutz ermöglicht selbst den Kleinsten eine gute Aussicht. Ältere Kinder, die bereits alleine im Sand spielen dürfen, sind unter Aufsicht, auch wenn die Eltern es sich auf der Terrasse bequem machen.

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In wenigen Minuten sind wir über einen schmalen Holzsteg hinter den Strandhäusern, auf den der Kinderwagen gerade so passt, am Hafen. Hier liegen lediglich kleine Sport- und Freizeitbote. Trotz gutem Wetter ist kaum Betrieb. Himmlische Ruhe. Zur Schelde hin fahren die Boote durch eine kleine Schleuse, sodass der Hafen von nahezu allen vier Seiten umrundet werden kann.

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Ebenfalls in Hafennähe befindet sich ein schöner Spielplatz mit angrenzender, für einen Ferienpark sehr hochwertigen Gastronomie mit Blick auf das Hafenbecken. Snacks für den kleinen Hunger, Salate, Pizza sowie fangfrischer Fisch stehen auf der Karte. Leider hat das Restaurant außerhalb der Saison nur von Donnerstag bis Sonntag geöffnet.

Im Ferienpark selbst kann in einem kleinen Supermarkt eingekauft werden, der nach vorheriger Bestellung die Einkäufe auch direkt in die Unterkunft liefert. Sehr praktisch.  Das erspart schwere Einkaufstaschen. Ebenfalls im Herzen der Parkanlage, ca. 10 Gehminuten von unserem Strandhaus entfernt, gibt es nochmals ein Gastronomieangebot inklusive Indoorspielplatz. Sicher für Eltern größerer Kinder interessant, denen beim Essen schnell langweilig wird und die sich schon selbst beschäftigen können. Uns war es neben dem XXL-Bällebad und der Hüpfburg etwas zu laut. Im Außenbereich befindet sich die Animations-Bühne, das junge Team hat auf uns sehr freundlich und engagiert gewirkt, die Kinder hatten sichtlich Spaß. Das zugehörige und für Parkbewohner eintrittfreie Schwimmbad haben wir aufgrund des guten Wetters nicht besucht. Dafür haben wir ausgedehnte Spaziergänge auf der auch zum Fahrradfahren einladenden Promenade genossen. Auf dem glatten Asphalt und der ebenen Strecke können selbst die Minis mit ihren Laufrädern oder Bobby-Cars problemlos fahren.

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Einen Tag hat der Wetterfrosch leider nicht das gehalten, was er versprochen hat, es war ziemlich windig und wir haben einen gemütlichen Tag im Haus verbracht. Für den Weg zum Restaurant war es uns zu windig, auf selber kochen waren wir nicht vorbereitet. Ein Glück, dass uns der freundliche Lieferdienst aus der angrenzenden Ortschaft sogar die Pizza bis zum Strandhaus gebracht hat. Glück gehabt. Aufgrund der sensationellen Lage haben wir dadurch trotzdem keinen Urlaubstag am Meer verschenkt. Den starken Wind haben wir draußen gelassen, den Blick aufs Meer durch die beiden zum Strand ausgerichteten bodengleichen Fenster konnte uns trotzdem niemand nehmen.

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Je nach Stand der Sonne hatte ich immer mal wieder das Gefühl, wir wären in der Karibik. Das Meer hat uns in blau und türkis entgegen geleuchtet. Fußläufig erreichbar haben wir kleine, menschenleere Strandbuchten entdeckt. Viel weißer Sand, wenig Steine. Alles sehr sauber und gepflegt. Um hier abseits letztendlich in den Sand und ans Wasser zu gelangen, mussten ein paar Meter holprige und leicht abfallende Steindüne überwunden werden, dafür war der Transport all der wichtigen Dinge, die wir stets dabei haben, mühelos im Kinderwagen oder Bollerwagen möglich.

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In der Hauptsaison sind die Strände sicher nicht so leer, wie wir sie angetroffen haben, allerdings ist die Anzahl der Strandhäuser begrenzt und der Strand lang. Aktuell sind noch nicht überall Sommerferien und es verläuft sich. Wir hatten bis auf ein paar Hundebegegnungen oft das Gefühl, alles für uns zu haben, trotz des guten Wetters. Wahnsinnig entspannend und mit viel Ruhe verbunden. Ich habe mich mehrfach gefragt, wo denn die ganzen Menschen sind, die wir im Restaurant oder beim Einkaufen treffen. Vermutlich im Schwimmbad oder auf dem Campingplatz.

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Das war nicht der erste Kurztrip, den ich mit der Mini-Maus allein verbracht habe. Selten haben wir im schnellen Alltag solch eine intensive Zeit zusammen.

Mit aufgeladenen Akkus starten wir in die neue Woche!

Alles Liebe, Isabel!

 

 

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